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Liebe Gemeinde,

vielleicht haben Sie es mitbekommen: In der ARD lief eine neue Themenwoche: „Woran glaubst du?“ Ich möchte nur auf die genannten Antworten eingehen. Dabei bezog man sich auf Deutschland. „Gott“ wurde schon recht wenig genannt. Weniger sogar als die statistische Religionszugehörigkeit.

„Höheres Wesen“ gab es auch. Aber vor allem Erfahrbares wie Liebe, Freundschaft, Selbstbestimmung, das Gute, Glück, Menschen …

Und wenn wir uns umschauen und erleben, wie unsere Mitmenschen ihr Leben gestalten, dann sind wir ganz bei Jesus: „Als er die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen; denn sie waren müde und erschöpft, wie Schafe, die keinen Hirten haben.“

Ist es nicht beängstigend, dass immer mehr Menschen psychisch erkranken? Und besonders immer mehr Kinder. Dass immer mehr Menschen mit Hass und Gewalt reagieren?

Brauchen denn nicht gerade sie die frohe Botschaft vom Reich Gottes? Von seiner Liebe, von seinem Frieden, von seinem Sohn Jesus Christus, vom ewigen Leben?

Auch Jesus hatte erkannt: alleine schafft er es nicht. Er hat zunächst die Apostel ausgewählt. Dann sandte er 72 andere aus, um den Frieden und die Botschaft vom Reich in die Welt zu tragen. Die Zahl derer, die heute ihr Leben in den Dienst Gottes stellen, ob als Priester, Diakon, Pastoral-, GemeindereferentIn oder Ordens-Christ , wird bei uns jedes Jahr geringer. Auch wenn in diesem Jahr in Köln am Freitag mal wieder neun Diakone zu Priestern geweiht werden (zu meinem Weihekurs zählen noch drei andere), im Vergleich zu den großen Zahlen von früher ist auch die Zahl neun sehr niedrig. Wer mit zu unserer großen Wallfahrt nach Maria Laach war, hat auch von den Nachwuchssorgen der Mönche gehört.

„Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.“

Zum Einen müssen wir uns fragen: Beten wir genug um Arbeiter? Also Menschen, die ihr Leben in den Dienst Gottes stellen. Oder müssen wir nicht mit dem Gebet auch den Begriff „Arbeiter“ erweitern und uns selbst mit einbeziehen? Jeder auf seine Weise, an dem Ort, wo er/sie gerade ist? „Es gibt verschiedene Gnadengaben, Dienste, Kräfte.“ – schreibt Paulus den Korinthern. Bitten wir den Heiligen Geist um seinen Beistand, dass jeder und jede für sich das richtige findet und tut. Bitten wir den Herrn um Arbeiter für seine Ernte.

Frohes und segensreiches Arbeiten wünscht
Ihr
Pfarrvikar Wolfgang Biedaßek

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