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Liebe Gemeinde,

im Sonntagsevangelium spricht Jesus über das Säen, Wachsen und Ernten. Er erzählt von einem ganz besonderen Samenkorn. Es ist ein ganz kleines Samenkorn, ein Senfkorn. Damit das Senfkorn wachsen kann, muss es eingesät werden. Und dann entsteht aus diesem kleinen Korn ein ziemlich großer Senfbaum.

Ich finde das sehr beeindruckend, dass aus etwas ganz Kleinem etwas so Großes und Mächtiges werden kann, ein großer Baum. Aber damit so ein großer Senfbaum wachsen kann, braucht es nicht nur das Senfkorn, sondern auch Gott. Alles ist nicht selbstverständlich wie Manche denken! Gott hat uns die Welt geschenkt, auf der die Pflanzen wachsen können, er schenkt uns die Sonne und den Regen. Aber das ist nicht alles. Es braucht noch jemanden: Nämlich uns! Unseren Einsatz.

Wir müssen die Erde vorbereiten und auflockern, den Samen öfters gießen und bei starkem Wind die kleine Pflanze stützen. Das bedeutet: wir müssen unsere Talente und Fähigkeiten einsetzen, damit aus dem kleinen Samen ein großer Baum wird. Dieses Gleichnis birgt die ein oder andere Herausforderung für uns Menschen.

Warum hat Jesus seinen Jüngern dieses Gleichnis vom Senfkorn erzählt? Sicherlich hat er es ihnen nicht erzählt, damit die Jünger super Gärtner werden. Er wollte seinen Jüngern damit erklären, dass das Evangelium, die frohe Botschaft, wie ein Senfkorn ist.

Das Senfkorn muss eingepflanzt und gepflegt werden – und auch das Evangelium muss gehört, befolgt und weitererzählt werden, damit viele Menschen davon hören und immer mehr an Gott und seinen Sohn Jesus glauben. Und das, was dann entsteht, ist kein großer Baum, sondern das Reich Gottes.

Damit dieses Reich aber entstehen kann, braucht es – so wie im Garten – ein Samenkorn, und das ist das Evangelium. Es braucht Gottes Hilfe und uns. Uns alle. Wir müssen unsere Fähigkeiten und Talente einbringen, damit das Reich Gottes wachsen kann.

An diesem Sonntag feiert unser Pastor Dr. Wolfgang Picken sein Silbernes Priesterjubiläum. Seit 25 Jahre setzt er als Priester seine Talente und Fähigkeiten ein, um das Evangelium zu verkünden. Und was wir in Bad Godesberg sehen, ist ein großer Senfbaum. Wir danken ihm vom Herzen für sein Engagement, das es uns ermöglicht, das Himmelreich in Bad Godesberg zu spüren. In Bad Godesberg wird das heutige Evangelium erfahrbar. Wenn jeder von uns seine Talente einsetzt, dann haben wir Vorfreude des Himmelsreichs auf der Erde. Amen.

Ihr Bruder
P. Innocent

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