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Liebe Gemeinde,

die Schulferien neigen sich dem Ende zu. Ich wünsche allen, gut und erholt aus den diversen Urlaubsorten zurück zu sein. Nun kommt für viele die übliche, alltägliche Routine, für manche ein neuer Lebensabschnitt (z.B. durch Ausbildung oder Studium). Auch in unseren Gemeinden beginnt ein neuer Abschnitt:

Wir erwarten unseren neuen Pfarrer, Edward Balagon. Und damit haben wir auch so manche Erwartung und auch Befürchtung:

Was wird nun (schon wieder) anders? – Was wird hoffentlich bleiben? – Kurz: Wie geht es weiter? Man kann sich da den Kopf zerbrechen und in lange Gespräche gehen. Es ist aber sicher auch angebracht die Zukunft unserer Gemeinde, auch unserer Kirche, mit ins Gebet zu nehmen. Nach meiner Einschätzung ist das Gebet noch deutlich ausbaufähig.

Das Schiff, das sich Gemeinde nennt, ist nun mal nicht in ruhigen Gewässern unterwegs. Aber wie damals den Jüngern kann Jesus auch zu uns sagen: Ihr Kleingläubigen!

Das ein großer Glaube nicht unmöglich ist, zeigen uns viele Heilige – auch die Jünger selbst, aber eine ganz besonders: die Gottesmutter Maria. Ihre Aufnahme mit Leib und Seele in den Himmel haben wir ja erst vor ein paar Tagen gefeiert. Was zeichnete Maria aus? Es sind vor allem drei Haltungen:

Maria war ein glaubender Mensch. Im Leben Mariens hatte der Glaube seinen festen Platz. Das zeigen uns die Evangelien in vielfältigen Stationen: bei der Verkündigung durch den Engel oder unter dem Kreuz Jesu, um nur einige Beispiele zu nennen. Auch wir sollen versuchen dem Glauben in unserem Leben einen Ort zu geben.

Maria war ein betender Mensch. Es gibt viele alte Gemälde, die Maria betend zeigen, als der Engel Gabriel ihr die Botschaft bringt, die Mutter Gottes zu werden. Sie betete mit den Aposteln nach der Himmelfahrt Jesu, um den Heiligen Geist herabzurufen Wer betet, der streckt sich nach Gott und dem Himmel aus, der ist aber auch fest verwurzelt und steht fest in den Stürmen des Lebens. Das Gebet gibt Halt und Orientierung.

Maria war ein helfender Mensch. Maria machte sich auf, um ihrer Verwandten Elisabeth in der Schwangerschaft beizustehen. Die Mutter Gottes war und ist Mithelferin Gottes und ihres Sohnes, Jesus Christus, für uns Menschen. Maria, die in den Himmel aufgenommen und dort gekrönt wurde, empfiehlt uns in unserer oft so orientierungsarmen Zeit diese drei Haltungen: – glauben und vertrauen; – beten; – helfen, so wie sie es getan hat.

Pfarrvikar Wolfgang Biedaßek

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