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Wort der Woche

Wir haben das Pfingstfest gefeiert. Wir haben uns bewusst gemacht, dass Jesus uns seinen Geist gesandt hat – als Beistand und in dieser Zeit sicher auch als Tröster, als Licht in der Dunkelheit, als der, der Herz und Sinn erfreut. Am Dreifaltigkeitssonntag brauchen wir den Heiligen Geist, um dieses Geheimnis erfassen zu können.

Ein Gott – und doch drei Personen? Gott Vater, Gott Sohn und Gott Heiliger Geist – ein Gott? Oder wie andere (z.B. Juden und Muslime) sagen: Wir glauben an drei Götter. Ja, den Geist der Wahrheit brauchen wir, um uns diesem Geheimnis zu nähern. Denn unser menschlicher Verstand, unsere menschliche Weisheit, Philosophie genannt, kommt ja nicht annähernd daran zu erkennen, was wir von Gott überhaupt erkennen können. Auch in der Ewigkeit werden wir Gott nicht ganz erkennen – aber wir werden von Ihm ganz erfüllt sein! Wir haben einen nahen Gott, der uns seinen Geist eingehaucht hat, der mit uns in inniger Beziehung steht, der uns liebt. Liebe wiederum braucht Gemeinschaft. Wenn Gott die Liebe ist, woher soll die Liebe kommen, wenn Gott nicht auch Gemeinschaft ist: Vater, Sohn und Heiliger Geist? Warum aber hätte Gott alles erschaffen – und vor allem uns Menschen – wenn es die Liebe nicht gäbe, wenn sie sich nicht verschwenden wollte? Manchmal müssen wir sie auch unter den Sorgen und dem Leid suchen. Aber wenn wir sie finden, dann erfüllt sie unser Herz.

Den Heiligen Geist benötigen wir auch, um ein anderes großes Geheimnis, ein anderes wunderbares Zeichen der Liebe Gottes zu uns zu verstehen: Fronleichnam. „Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch für das Leben der Welt. Denn mein Fleisch ist wahrhaft eine Speise.“ (Joh 6,51.55) Unser Herr Jesus ist in einem Stück Brot bei uns. Er ist so bei uns, weil es ihm eine Freude ist, bei den Menschen zu sein, bei uns zu sein. Weil er den Menschen, uns geben will, was wir zum Leben brauchen: Gesundheit – Freude – Gemeinschaft – das tägliche Brot – seine Gemeinschaft – sich selbst im lebendigen Brot. Danke, Herr, dass Du bei uns bist.

Frohe Festtage
Ihr Wolfgang Biedaßek

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