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Trostloser Vandalismus

Anschlag auf Rüngsdorfer Madonna

In den Morgenstunden des 19. Januar 2012 wurde erneut ein Anschlag auf die Rüngsdorfer Madonna verübt. Ein unbekannter Täter hat mit einem Schlagwerkzeug das Panzerglas zerschlagen, mit dem die Madonna gesichert ist. Die Marienfigur wurde dabei vom Sockel gestoßen und leicht beschädigt. Der Rosenkranz der Madonna wurde zerrissen und in seinen Einzelteilen in den Kapellenraum geworfen.

„Wir gehen hier von gezieltem und religiös motiviertem Vandalismus aus. Es wurde nichts gestohlen. Der Täter hat offenbar beabsichtigt, den Ort zu schänden und die Madonna zu beschädigen,“ kommentiert Dechant Dr. Wolfgang Picken das Tatgeschehen. Es ist der dritte Anschlag auf die Rüngsdorfer Madonna in den letzten fünf Jahren. Der Kirchenvorstand im Rheinviertel hatte bereits nach dem letzten Raubanschlag vor zwei Jahren entschieden, den der Madonna gestifteten Schmuck nicht wieder in den Glasschrein zu hängen, um neuen Straftaten vorzubeugen. „Das Attentat, das sich nun unmittelbar gegen die Madonna selbst richtet, schockiert uns besonders. Es richtet sich unmittelbar gegen die Würde des Ortes und die Frömmigkeit vieler Menschen. Der Anschlag zeigt ein hohes Potential an Aggressivität und fehlendem Respekt vor dem, was Menschen heilig ist. Dieses Phänomen begegnet uns immer öfter und muss die Bevölkerung nachdenklich stimmen,“ so Picken weiter. Die Rüngsdorfer Kapelle mit ihrem Madonnenbild gehört zu den populären Gnadenorten in Bonn und wird täglich von vielen Menschen unterschiedlichster Kultur und Religion aufgesucht. Bis zur Reparatur des Glasschreins bleibt nach Angaben des Kirchenvorstands die Kapelle geschlossen.

 

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Bild: © privat