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Archiv 2007

Ein Highlight im Rheinviertel-Herbst: Clara-Schumann-Abend mit Starsopranist

"Ich stand in dunklen Träumen ..."

Daß Liederabende nicht unbedingt als Stiefkinder der Konzertfamilie abgestempelt werden müssen, beweist eine, dem Liedgut von Clara Schumann gewidmete Soiree der Bürgerstiftung Rheinviertel: in der restlos ausgebuchten Kirche St. Hildegard entfalten sich bei traditionellem Kerzenschimmer intime Aura und beschauliches Fluidum. Prickelnde Zündkraft verströmt eine Dramaturgie (Christine Kiderlin, Dr. Wolfgang Picken), die auf einem zweiteiligem Bühnengeschehen basiert. Auf der einen Seite beleuchtet der bestechend originäre Soprantonfall von Jörg Waschinski, stimmungsvoll begleitet von dessen subtiler Streichquartettversion (Aulos Streichquartett, Berlin) markante Meilensteine der Künstlerinnenvita.

Auf der anderen Seite erschließt im skizzenhaft angedeuteten Privatinterieur Schauspielerin Tatjana Pasztor anhand von persönlichen Schriftdokumenten das differenzierte, zart besaitete Innenleben der Komponistin.
Mit dieser faszinierenden Wechselspielidee untermauerte die Bürgerstiftung Rheinviertel erneut die exklusive Note ihrer Kulturprojekte. Das anhaltende Publikumsecho galt einer exorbitanten Aufführung und indirekt Schirmherrin Bärbel Dieckmann.
In ihrer Begrüßung dankte die Oberbürgermeisterin der Bürgerstiftung Rheinviertel dafür, daß sie den Alltag in ihrem Wirkungskreis "liebens- und lebenswert" gemacht habe. Ein neuerlicher "Zusammenhalt" bewirke, daß "Menschen sich mehr und mehr aufgehoben" fühlten.