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Archiv 2013

Mehr als 500 Besucher beim Mozart Requiem

Zugunsten der Integrierten Hospize der Bürgerstiftung Rheinviertel

Premiere einer neuen musikalischen Formation – und gleich ein voller Erfolg. Das war die einhellige Meinung der über 500 Zuhörer, die am Samstagabend, 23. November 2013 zu diesem Benefizkonzert in die Heilig Kreuz Kirche gekommen waren.

„Ich kann hier nur in Superlativen sprechen. Das war ein grandioser Auftritt. Die Bürgerstiftung ist sehr dankbar für das Engagement aller Beteiligten.“, formulierte es Dechant Dr. Picken zutreffend. In der Tat ist es dem jungen Kirchenmusiker Daniel Kirchmann dank seiner Erfahrungen als Dirigent bei der Kammeroper Köln gelungen, in kurzer Zeit einen siebzigköpfigen Chor und ein neu gegründetes Projektorchester mit über 30 hochmotivierten ambitionierten Laien, Schülern und Studenten aus ganz Nordrhein‐Westfalen zu einer harmonischen Einheit zusammenzuführen. Professionelle Unterstützung fand die Formation durch die Bonner Sopranistin Arminia Friebe, die Mezzosopranistin Miriam Ritter, dem Bass James Martin und dem Tenor Henning Jendritza, die dem Benefizkonzert weitere Klasse verliehen.

Zu Gehör kam zunächst Arvo Pärt: „Cantus in memoriam Benjamin Britten“, eine ruhige Meditation über den Tod, gefolgt von John Tavener: „As one who has slept“, das die Stimmung der Osternacht in Erwartung der Auferstehung des Herrn zum Thema hat. Eine besondere Intensität verlieh der Komponist dem Stück durch die Erfahrungen seiner eigenen Krankheit, die kurz vor der Aufführung im Herbst diesen Jahres auch zum Tode führte. Emotional intensiv war dann auch Samuel Barbers „Adagio for strings“, eines der berührendsten Meisterwerke unserer Zeit.

Als Höhepunkt erwies sich dann das Requiem von Mozart, dessen intensive Klänge den großen Raum der Kirche wunderbar ausfüllten. Nur bewundert werden kann die Arbeit des Seelsorgebereichsmusikers Daniel Kirchmann, der ein solch großes Werk mit Chor und Orchester als Dirigent bewältigte, sowie allen beteiligten Musikern und Sängern, die den Konzertabend zu einem unvergesslichen Moment werden ließen. Die Zuhörer dankten dies mit vielen Minuten anhaltenden stehenden Ovationen.

Ein großes Lob gab es auch für die vielen ehrenamtlichen Helfer: die Eltern der Kindertagesstätte St. Georg, die das Veranstaltungsteam um Regine Knechtel, Pamela Klesper, Manfred Wüllner und Doris Nickenig bei den Vorbereitungen und der Durchführung der Veranstaltung tatkräftig unterstützten sowie die zahlreichen Jungstiftler, die den Besuchern im Anschluss an das Konzert Glühwein und den selbstgebackenen Lebkuchen der Eltern der Kindertagesstätte reichten.

Der Erlös des Benefizkonzerts kommt den Integrierten Hospizen der Bürgerstiftung Rheinviertel zugute. Den Bewohner/innen vom CBT-Wohnhaus Emmaus und dem Vinzenzhaus stehen für die Pflege und menschliche Begleitung Hospizschwestern zur Verfügung. Sie sind im Bereich der Schmerztherapie und Sterbebegleitung zusätzlich qualifiziert. Eine intensive Verbindung zu den Angehörigen und der regelmäßige Kontakt mit den behandelnden Ärzten unterstützen die Begleitung. Die enge Kooperation mit ihnen ermöglicht eine optimierte Betreuung im Haus und hilft, unnötige Krankenhauseinweisungen zu vermeiden. Ein Kreis von ehrenamtlichen Mitarbeitern unterstützt die Schwestern. Darüber hinaus gehört es zum Konzept des Integrierten Hospizes, dass auch die pflegenden Mitarbeiterinnen Fortbildungen durchlaufen, um mit den Neuerungen der Schmerztherapie und den zusätzlichen Anforderungen der Sterbebegleitung noch besser vertraut zu werden.

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