Prozess 2013
Dialog zum Prozess 2013 geht weiter
Vertreter von Pfarrgemeinden, Gremien und Erzbistum haben am 7. Juli in Bad Godesberg über den weiteren Weg zum Zusammenschluss der Gemeinden in einem Seelsorgebereich beraten, der zum 1. Januar 2013 vollzogen werden soll.
Zu dem Gespräch waren auch je zwei Delegierte der Godesberger Initiativen „Katholiken im Burgviertel“, „Auch wir sind Gemeinde“ und „Resolution Südpfarrei“ eingeladen. Die Initiativen forderten allerdings die Teilnahme weiterer Mitglieder an dem Gespräch. Statt des vereinbarten Gesprächs überreichten sie eine vorbereitete Erklärung, in der sie bereits beschlossene Entscheidungen infrage stellen, die Legitimation der Gemeindegremien bestreiten und deren Interesse am Dialog infrage stellen. Anschließend verließen sie die Versammlung.
Prälat Hans-Josef Radermacher, Leiter der Hauptabteilung Seelsorgebereiche im Kölner Generalvikariat, bedauerte diese Entwicklung. Diese Erklärung lasse in Form und Inhalt leider erkennen, dass die Initiativen zu dem von ihnen geforderten „Dialog auf Augenhöhe“ selbst nicht bereit sind. Grundlage der „Augenhöhe“ seien die diskutierten und gefassten Beschlüsse und vor allem der respektvolle Umgang miteinander. Gemeinsam mit dem zweiten Gesprächsteilnehmer des Erzbistums, Prälat Stefan Heße, appellierte er an die Initiativen, sich jetzt auf die Sach- und Zukunftsfragen zu konzentrieren. Die personelle Entwicklung im gesamten Erzbistum Köln bestätige die bereits vor Jahren entwickelten Ideen und lasse deshalb auch in Bad Godesberg keine andere Entscheidung zu. Die „Prozessgruppe 2013“ habe hier ein schlüssiges, zukunftsweisendes und beispielgebendes Strukturkonzept vorgelegt, das speziell die Zukunft der drei Bereiche Burgviertel, Rheinviertel und Südviertel mit ihren Kirchen vor Ort in den Blick nimmt. Dieses Konzept verdiene jede ernsthafte Diskussion. Die Bereitschaft zum sachlichen Gespräch gelte unverändert und werde in den Gemeindeversammlungen der nächsten Wochen umgesetzt.
Die repräsentativ aus allen Gremien der drei Godesberger Pfarreien zusammengesetzte „Prozessgruppe 2013“ hatte nach einem mehrmonatigen Beratungsprozess mitgeteilt, dass sich alle Gremien des Dekanates Bad Godesberg - bei nur einer Gegenstimme eines Gremienmitglieds - auf einen Entwurf für die Struktur des neuen Seelsorgebereichs Bad Godesberg verständigt haben. Der Entwurf war von der Prozessgruppe erarbeitet worden und wird nun den Gemeinden in Pfarrversammlungen vorgestellt.
Für das Erzbistum Köln:
Prälat Hans-Josef Radermacher
Prälat Dr. Stefan Heße
Für die Prozessgruppe 2013:
Dr. Hans Clemens Köhne, PGR-Vorsitzender, St. Marien und St. Servatius
Dr. Klaus Dieter Schmidt, 2. KV-Vorsitzender, St. Marien und St. Servatius
Stefan Roth, Kirchenvorstandsmitglied, St. Marien und St. Servatius
Dr. Angela Kirsch, PGR-Vorsitzende, St. Andreas und Evergislus
Gottfried Rottländer, 2. KV-Vorsitzender, St. Andreas und Evergislus
Dorothee Schwüppe, PGR-Vorsitzende, St. Martin und Severin
Marcus Haep, 2. KV-Vorsitzender, St. Martin und Severin
Dechant Dr. Wolfgang Picken, Pfarrer St. Andreas und Evergislus, Pfarrverweser St. Marien und St. Servatius
Helmut Powalla, Pfarrer St. Martin und Severin

